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Die Rolls‑Royce Group ist ein weltweit führender Anbieter von Gasturbinen, Antriebssystemen und Dienstleistungen für die Nutzung an Land, zu Wasser und in der Luft. Rolls-Royce hat sich in vier globalen Märkten stark positioniert: zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt, Schiffstechnik und Energie. Rolls-Royce bietet seinen Kunden in jedem dieser Geschäftsbereiche langfristige Servicevereinbarungen an. mehr...

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Ausbildungsmöglichkeiten

Folgende skyfuture Partner bieten diese Ausbildung an:

Aufgaben und Tätigkeiten

Fluggerätmechaniker/in - Fertigungstechnik

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Fertigungstechnik stellen Fluggeräte her und halten sie instand. Sie bauen Hubschrauber, Flugzeuge, Raketen und Satelliten zusammen. Meist sind sie jedoch wegen der hohen Qualitätsanforderungen und der spezifischen Bauvorschriften auf eine Fluggerätegattung spezialisiert. Die Arbeitsabfolge legen sie selbst fest. Bei Flugzeugen montieren sie z.B. nach den technischen Unterlagen der Hersteller zunächst die Rohkarosserie. Das nennt man Strukturmontage. Sie bauen Einzelteile wie Bleche oder Winkel zu Baugruppen und diese wiederum zum Rumpfvorderteil und zu anderen Sektionen zusammen. Hierfür setzen sie z.B. selbstfahrende Nietroboter ein und begleiten sie in den Flugzeugrumpf. Oder sie bedienen computergesteuerte Maschinen zum Fräsen und Bohren. Sie schweißen, verschrauben und kleben Einzelteile von Hand bzw. mit handgeführten Maschinen und Geräten. Die einzelnen Bauteile stellen sie zuvor selbst her; Bleche und Profile formen sie zu Holmen, Rippen, Deckeln, Spanten, Klappen und Segmenten um.

Arbeitsbedingungen

In Werkhallen - meist bei künstlichem Licht - setzen Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Fertigungstechnik Baugruppen, Sektionen oder ganze Fluggeräte zusammen. Auch auf dem Rollfeld - unter freiem Himmel - arbeiten sie hin und wieder. Da der Flugzeugbau ein internationales Geschäft ist, führen sie Montageeinsätze an unterschiedlichen Standorten aus, ggf. auch im Ausland. Obwohl sie die ihnen zugeteilten Aufgaben selbstständig erledigen, arbeiten sie mit anderen Kollegen des Flugzeugbaus bzw. der Luftfahrttechnik auch im Team zusammen. Wenn sie an größeren Bauteilen beschäftigt sind und z.B. Tragflächen und Triebwerksaufhängungen montieren oder das Fahrwerk einbauen, packen sie auch gemeinsam an. Bei Auslandseinsätzen verständigen sie sich mit ihren Kollegen teilweise in einer Fremdsprache, insbesondere auf Englisch.

Wenn sie Kunststoff- oder Leichtmetallbauteile an Wartungsbühnen montieren oder demontieren, ist ihre Tätigkeit körperlich anspruchsvoll, obgleich meist Hebezeuge die Arbeit erleichtern. Neben Muskelkraft benötigen sie Fingerspitzengefühl, z.B., wenn sie Triebwerke auf Risse und Verschleiß untersuchen oder Leitungen der Flugsteuerung überprüfen. Mit handwerklichem und technischem Geschick bedienen sie Schweißgeräte, Niet- und Fräsmaschinen sowie Bearbeitungsmaschinen mit CNC-Technik. Dabei müssen sie sich gelegentlich bücken oder über Kopf arbeiten, um Rohrsysteme und Ventile für die Kraftstoffanlage zu montieren oder die Innenausstattung anzubringen. Manche Bereiche sind zudem nur schwer zugänglich. Wenn sie Metall bohren oder fräsen, entsteht Metallstaub, der die Atemwege reizen kann. Trotz Absauganlagen können sie beim Schweißen, Löten oder Kleben Dämpfen ausgesetzt sein. Je nach Tätigkeit tragen sie Schutzkleidung, wie z.B. Sicherheitsschuhe, Schweißschutzschild, Schutzbrille oder auch Gehörschutz, um sich vor Verletzungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen.

Da Fluggerätmechaniker/innen die Funktionsfähigkeit der Flugzeuge gewährleisten und daher mitverantwortlich für die Sicherheit der Passagiere sind, halten sie sich nicht nur exakt an die strengen Sicherheitsvorschriften im Betrieb, sondern auch an die Arbeitsanweisungen und Vorgaben in meist englischsprachigen Handbüchern. Die Arbeitsschritte sowie die einzuhaltenden Maße und Fehlertoleranzen sind genau vorgeschrieben. Damit die Arbeiten später nachvollzogen werden können, dokumentieren sie jeden ausgeführten Arbeitsschritt. Meist arbeiten sie im Schichtdienst. Wenn enge Termine bei der Fertigung oder Wartung drängen, können Mehr- bzw. Wochenendarbeit anfallen. Bei Montagen sind unregelmäßige Arbeitszeiten und mehrtägige Einsätze nicht selten.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. computergesteuerte Dreh- und Standbohrmaschinen, Nietroboter)
  • schweres Heben und Tragen (z.B. größere Bauteile einbauen)
  • wechselnde Arbeitsorte (im Freien auf dem Rollfeld oder in Wartungshallen)
  • Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (im Freien)
  • Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (in Fertigungshallen)
  • Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Metall bohren, fräsen, schweißen, löten)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Sicherheitsschuhe und -brillen)
  • Gruppen-, Teamarbeit (z.B. mit Kollegen anderer Fachrichtungen)
  • Termin- und Zeitdruck (z.B. Linienflugzeuge während der kurzen Standzeiten warten)
  • Schichtarbeit

Interessen

  • Interesse an Technik
  • Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. mit Nietrobotern und computergesteuerten Maschinen zum Fräsen und Bohren arbeiten)
  • Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (bei der Wartung von Flugzeugen)
  • Vorliebe für Umgang mit dem Werkstoff Metall (z.B. Bleche und Profile zu Holmen, Rippen, Deckeln, Spanten, Klappen und Segmenten umformen)
  • Neigung zu handwerklicher Tätigkeit
  • Neigung zu Tätigkeit mit körperlichem Einsatz (z.B. große und schwere Bauteile anheben)

Ausbildung

Lernorte - Duale Ausbildung

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Fertigungstechnik werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.

Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Luftfahrtbetrieben für das Herstellen, die Wartung und Instandhaltung von Fluggeräten, aber auch in Zulieferbetrieben für diesen Bereich. Meist sind sie in Montagehallen und in der Werkstatt tätig. Einige Betriebe verfügen auch über eigene Ausbildungswerkstätten.

Ausbildungsdaue

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Fertigungstechnik mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ).