Partner stellen sich vor
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung ist die größte technische Behörde in Deutschland und für die Ausstattung der Streitkräfte mit moderner Technik und modernem Gerät zuständig.
Als größte technische Verwaltungsbehörden bieten das BWB und das IT-AmtBw aus ihrer Aufgabe heraus attraktive und vielseitige technische und nichttechnische Berufsmöglichkeiten und -perspektiven von der Berufsausbildung bis zur akademischen Verwendung. mehr...
Ausbildungsmöglichkeiten
Folgende skyfuture Partner bieten diese Ausbildung an:
Aufgaben und Tätigkeiten
Fluggerätmechaniker/in - Instandhaltungstechnik
Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Instandhaltungstechnik sorgen für die Funktionstüchtigkeit von Fluggeräten und montieren bzw. reparieren Baugruppen. Nach den technischen Unterlagen der Hersteller, nach technischen Zeichnungen, Bauvorschriften, Wartungs- und Reparaturanleitungen warten und überholen sie zivile und militärische Fluggeräte - von Segel- und Leichtflugzeugen bis hin zu Passagierflugzeugen, Hubschraubern oder Raumfahrzeugen. Dabei sind sie am und im Flugzeug wie auch in Werkstätten tätig. Kontrollen, sogenannte Checks, finden regelmäßig statt - täglich, wöchentlich und in mehrmonatigen Abständen. Bei den umfangreichen Wartungsarbeiten überprüfen Fluggerätmechaniker/innen alle Systeme, z.B. das Triebwerk, die Motoraufhängung, die Flugsteuerung oder die Hydraulik. Dabei werten sie auch Bordcomputer aus. Müssen Störungen behoben werden? Sind Flugsteuerung und Zündanlage neu einzustellen? Müssen Ventile, Hydraulikpumpen, Filter, Räder oder Bremsen ausgewechselt werden? Ist die Enteisungsanlage zu reparieren? Solche Aufgaben werden häufig in Teamarbeit erledigt. Dabei arbeiten Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Instandhaltungstechnik auch mit Kollegen und Kolleginnen der Fachrichtung Triebwerkstechnik oder mit Fluggerätelektronikern und -elektronikerinnen zusammen. Linienflugzeuge haben oft relativ kurze Standzeiten am Boden, daher fallen auch Nacht- bzw. Mehrarbeit an.
Arbeitsbedingungen
In Werkhallen - meist bei künstlichem Licht - überholen und warten Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Instandhaltungstechnik Fluggeräte. Auch auf dem Rollfeld - unter freiem Himmel - arbeiten sie hin und wieder. Da der Flugzeugbau ein internationales Geschäft ist, führen sie Montageeinsätze an unterschiedlichen Standorten aus, ggf. auch im Ausland. Wenngleich sie die ihnen zugeteilten Aufgaben selbstständig erledigen, arbeiten sie mit anderen Kollegen des Flugzeugbaus bzw. der Luftfahrttechnik auch im Team zusammen. Wenn sie an größeren Bauteilen beschäftigt sind und z.B. Triebwerke oder die Hydraulikanlage demontieren, packen sie auch gemeinsam an. Bei Auslandseinsätzen verständigen sie sich mit ihren Kollegen teilweise in einer Fremdsprache, insbesondere auf Englisch.
Wenn sie z.B. Triebwerke montieren oder demontieren, ist ihre Tätigkeit körperlich anspruchsvoll, obgleich meist Hebezeuge die Arbeit erleichtern. Neben Muskelkraft benötigen sie Fingerspitzengefühl, z.B. wenn sie Leitwerke oder Tragflächen auf Risse untersuchen, die Tragwerksaufhängung überprüfen oder Ventile einstellen. Mit handwerklichem und technischem Geschick bedienen sie Schweißgeräte, Niet- und Fräsmaschinen sowie Bearbeitungsmaschinen mit CNC-Technik. Dabei müssen sie sich gelegentlich bücken oder über Kopf arbeiten, um Rohrsysteme und Ventile für die Kraftstoffanlage zu demontieren oder Leitungen der Enteisungsanlage zu kontrollieren. Manche Bereiche sind zudem nur schwer zugänglich. Wenn sie Metall bohren oder fräsen, entsteht Metallstaub, der die Atemwege reizen kann. Trotz Absauganlagen können sie beim Schweißen, Löten oder Kleben Dämpfen ausgesetzt sein. Um Verletzungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern, tragen sie Schutzkleidung: Je nach Tätigkeit sind Sicherheitsschuhe, Schweißschutzschild, Schutzbrille oder auch Gehörschutz unverzichtbar.
Da Fluggerätmechaniker/innen die Funktionsfähigkeit der Flugzeuge gewährleisten und daher mitverantwortlich für die Sicherheit der Passagiere sind, halten sie sich nicht nur exakt an die strengen Sicherheitsvorschriften im Betrieb, sondern auch an die Arbeitsanweisungen und Vorgaben in meist englischsprachigen Handbüchern. Die Arbeitsschritte sowie die einzuhaltenden Maße und Fehlertoleranzen sind genau vorgeschrieben. Damit die Arbeiten später nachvollzogen werden können, dokumentieren sie jeden ausgeführten Arbeitsschritt.
Meist arbeiten sie im Schichtdienst, denn alle Flugzeuge einer Luftflotte müssen in genau geregelten Abständen anhand exakt definierter Checklisten kontrolliert werden. Damit die Flugpläne davon nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, führen Fluggerätmechaniker/innen Wartungsarbeiten auch in der Nacht durch. Wenn Termine bei der Wartung oder Überholung drängen, können Mehr- bzw. Wochenendarbeit anfallen. Bei Montagen sind unregelmäßige Arbeitszeiten und mehrtägige Einsätze nicht selten.
Arbeitsbedingungen im Einzelnen
- Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. computergesteuerte Dreh- und Standbohrmaschinen, Nietroboter)
- schweres Heben und Tragen (z.B. größere Bauteile einbauen)
- wechselnde Arbeitsorte (im Freien auf dem Rollfeld oder in Wartungshallen)
- Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (im Freien)
- Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (in Fertigungshallen)
- Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Metall bohren, fräsen, schweißen, löten)
- Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Sicherheitsschuhe und -brillen)
- Gruppen-, Teamarbeit (z.B. mit Kollegen anderer Fachrichtungen)
- Termin- und Zeitdruck (z.B. Linienflugzeuge während der kurzen Standzeiten warten)
- Schichtarbeit
Interessen
- Interesse an Technik
- Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. computergesteuerte Dreh- und Standbohrmaschinen, Nietroboter)
- Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (verschiedene Sicht- und Funktionskontrollen durchführen)
- Vorliebe für Umgang mit dem Werkstoff Metall
- Neigung zu handwerklicher Tätigkeit (z.B. Flugzeuge demontieren und wieder zusammenbauen um Störungen und Schäden zu beseitigen)
- Neigung zu Tätigkeit mit körperlichem Einsatz (z.B. große und schwere Bauteile anheben)
Ausbildung
Lernorte - Duale Ausbildung
Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Instandhaltungstechnik werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.
Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung bei Fluggerätherstellern, bei Luftverkehrsbetrieben, in Wartungs- und Überholungsbetrieben sowie bei der Bundeswehr. Meist sind sie in Werkstätten und Werkhallen tätig, gelegentlich auch im Freien.
Ausbildungsdaue
Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen überwiegend angehende Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Instandhaltungstechnik mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.
Einstiegsqualifizierung (EQ)
Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ).












