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Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e.V. ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen Bürgern, die sich beruflich oder privat mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Dach und ein fachübergreifendes Aktions- und Informationsforum bietet. mehr...

Interview mit Azubi

Interview Jonas Binder, Azubi

Video zu diesem Beruf

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Ausbildungsmöglichkeiten

Folgende skyfuture Partner bieten diese Ausbildung an:

Aufgaben und Tätigkeiten

Fluggerätmechaniker/in - Triebwerkstechnik

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Triebwerkstechnik stellen Triebwerke her und halten sie instand. Hubschrauber- und Flugzeugtriebwerke einschließlich der Generatoren bauen sie genauso zusammen wie Triebwerke von Raketen und Satelliten. Meist sind sie jedoch wegen der hohen Qualitätsanforderungen und der spezifischen Bauvorschriften auf eine Triebwerksgattung spezialisiert. Sie arbeiten am und im Flugzeug wie auch in Werkstätten. In der Vormontage bauen sie Teile wie Wellen oder Leitschaufeln zu Triebwerksmodulen zusammen: zu Brennkammern, Verdichtern oder Schubdüsen. Sie bedienen computergesteuerte Maschinen zum Nieten, Fräsen und Bohren sowie schweißen, verschrauben und kleben Einzelteile. Die einzelnen Triebwerkskomponenten wie Lauf-, Leitschaufeln, Brennkammern und Wellen stellen sie zuvor selbst her. Schließlich bauen sie in der Triebwerksendmontage die einzelnen Komponenten zu kompletten Triebwerken zusammen. Auf speziellen Prüfständen testen sie, ob alles funktioniert. 

Arbeitsbedingungen

Fluggerätmechaniker für Triebwerkstechnik arbeiten überwiegend in Werkhallen oder auch auf dem Rollfeld unter freiem Himmel. Sie erledigen die ihnen zugeteilten Aufgaben selbstständig. Bei der Herstellung oder kompletten Demontage eines Triebwerks wirken sie jedoch im Team zusammen mit anderen Kollegen, z.B. aus dem Flugzeugbau oder der Luftfahrttechnik.

Wenn sie Triebwerke montieren oder demontieren, brauchen Fluggerätmechaniker/innen viel Kraft, auch wenn Hebezeuge die Arbeit erleichtern. Fingerspitzengefühl dagegen ist gefragt, wenn sie Triebwerke auf Risse und Verschleiß untersuchen oder Einzelkomponenten wie Propellerregler justieren. Mit handwerklichem und technischem Geschick bedienen sie Schweißgeräte, Niet- und Fräsmaschinen oder auch Bearbeitungsmaschinen mit CNC-Technik. Dabei arbeiten sie gelegentlich gebückt oder über Kopf. Wenn sie Metall bohren oder fräsen, entsteht Metallstaub, der die Atemwege reizen kann. Trotz Absauganlagen können sie beim Schweißen, Löten oder Kleben Dämpfen ausgesetzt sein. Um Verletzungen vorzubeugen, tragen sie Schutzkleidung: Sicherheitsschuhe, Schweißschutzschild, Schutzbrille oder auch Gehörschutz. Bei Einsätzen im Freien sind sie den Witterungsverhältnissen ausgesetzt, in den Werkhallen arbeiten sie meist bei künstlichem Licht.

Sie verfügen über gute Englischkenntnisse, besonders um sich mit ihren Kollegen zu verständigen, die meist internationaler Herkunft sind. Fluggerätmechaniker/innen gewährleisten die Funktionsfähigkeit der Flugzeuge und sind daher mitverantwortlich für die Sicherheit der Passagiere. Deshalb arbeiten sie äußerst konzentriert und präzise und halten sich nicht nur exakt an die strengen Sicherheitsvorschriften im Betrieb, sondern auch an die Arbeitsanweisungen und Vorgaben in den meist englischsprachigen Handbüchern. Damit die Arbeiten später nachvollzogen werden können, dokumentieren sie jeden ausgeführten Arbeitsschritt genau.

Die Arbeit ist meist in Schichten organisiert. Rund um die Uhr, auch unter Zeitdruck, führen Fluggerätmechaniker/innen ihre Aufgaben gewissenhaft aus, um die Einsatzbereitschaft der Fluggeräte zu garantieren. Damit die Flugpläne eingehalten werden können, führen sie Wartungsarbeiten oft in der Nacht durch. Bei Termindruck kommt es zu längeren Arbeitszeiten und gelegentlich auch zu Wochenendarbeit. Bei Montageeinsätzen, auch im Ausland, sind unregelmäßige Arbeitszeiten und mehrtägige Einsätze nicht selten.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. computergesteuerte Dreh-, Fräs- und Standbohrmaschinen)
  • schweres Heben und Tragen (z.B. größere Bauteile einbauen)
  • wechselnde Arbeitsorte (im Freien auf dem Rollfeld oder in Fertigungshallen)
  • Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (im Freien)
  • Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (in Fertigungshallen)
  • Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Metall bohren, fräsen, schweißen, löten)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Sicherheitsschuhe und -brille)
  • Gruppen-, Teamarbeit (z.B. mit Kollegen anderer Fachrichtungen)
  • Termin- und Zeitdruck
  • Schichtarbeit

Interessen

  • Interesse an Technik
  • Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. computergesteuerte Dreh-, Fräs- und Standbohrmaschinen)
  • Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (verschiedene Sicht- und Funktionskontrollen durchführen)
  • Vorliebe für Umgang mit dem Werkstoff Metall
  • Neigung zu handwerklicher Tätigkeit (z.B. Triebwerke demontieren und wieder zusammenbauen um Störungen und Schäden zu beseitigen)
  • Neigung zu Tätigkeit mit körperlichem Einsatz (z.B. große und schwere Bauteile anheben)

Ausbildung

Lernorte - Duale Ausbildung

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Triebwerkstechnik werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.

Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Betrieben der Luft- und Raumfahrtindustrie (z.B. bei Triebwerksherstellern, bei Fluggerätherstellern), bei Fluggesellschaften, in Wartungs- und Überholungsbetrieben sowie bei der Bundeswehr. Meist sind sie in Montagehallen und in der Werkstatt tätig, zum Teil aber auch im Freien auf dem Rollfeld.

Ausbildungsdaue

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Triebwerkstechnik mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ).