Partner stellen sich vor

Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e.V. ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen Bürgern, die sich beruflich oder privat mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Dach und ein fachübergreifendes Aktions- und Informationsforum bietet. mehr...

Aufgaben und Tätigkeiten

Industriemechaniker/in

Sie sind in Produktion und Instandhaltung tätig, wo sie dafür sorgen, dass Maschinen und Fertigungsanlagen betriebsbereit sind. Industriemechaniker/innen stellen diese her, richten sie ein und prüfen ihre Funktionen. Hierfür gehen sie nach geeigneten Prüfverfahren vor, ermitteln Störungsursachen, bestellen passende Ersatzteile oder fertigen diese selbst an und führen Reparaturen aus. Nach Abschluss von Montage- und Prüfarbeiten weisen sie Kollegen oder Kunden in die Bedienung und Handhabung ein. Wenn sie in der Fertigung von Maschinen und feinwerktechnischen Geräten arbeiten, stellen Industriemechaniker/innen vor allem Bauteile aus Metall und Kunststoff her. Sie drehen, fräsen, bohren und schleifen das Material, schweißen oder verschrauben die Bauteile und montieren und justieren sie.

Arbeitsbedingungen

Industriemechaniker arbeiten in Werk-/Produktionshallen oder in Werkstätten der Industrie, meist bei künstlichem Licht. Industriemechaniker/innen erledigen ihre Aufgaben eigenständig, arbeiten aber auch eng mit anderen Kollegen im Team zusammen.

Sie arbeiten im Gehen oder Stehen. An schwer zugänglichen Anlagenteilen arbeiten sie auch in unbequemen Haltungen, in der Hocke, auf den Knien, vorgebeugt oder über Kopf. Manche Maschinenteile sind nur über Leitern, Brücken oder Gerüste erreichbar. Dies erfordert Schwindelfreiheit, Koordination und eine gute körperliche Konstitution. Gelegentlich kann ein Maschinenteil nicht mit Kran und Flaschenzug sondern nur von Hand in seine endgültige Position gebracht werden. Das kann anstrengend für den Rücken sein. Bei der Arbeit an laufenden Maschinen und bei der Metallbearbeitung entstehen Lärm und Vibrationen, außerdem auch Staub, Rauch Gase und Dämpfe, die die Atemwege belasten können. Deshalb schützen sich Industriemechaniker/innen bei einigen Aufgaben mit Schutzkleidung oder -ausrüstung: Gehörschutz hält den Maschinenlärm ab, Schutzbrillen und -masken schützen Augen und Atemwege. Sicherheitsschuhe verhindern Verletzungen durch herabfallende Werkzeuge oder Bauteile. Um nicht in direkten Kontakt mit Schmierstoffen oder Kühlmitteln zu kommen, tragen Industriemechaniker/innen ggf. Schutzhandschuhe.

Da die Produktionsanlagen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit teilweise rund um die Uhr gefahren werden müssen, arbeiten Industriemechaniker/innen häufig in Wechselschicht, auch nachts und an Wochenenden. Wenn sie beim Kunden eine Anlage montieren, kann dies bedeuten, dass sie mehrere Tage unterwegs sind, ggf. auch im Ausland.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen
  • Arbeit unter Zwangshaltungen (z.B. über Kopf, in gebückter Haltung, in der Hocke)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
  • Arbeit bei künstlicher Beleuchtung
  • Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. bei der maschinellen Metallbearbeitung)
  • Arbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett) (z.B. bewegliche Maschinenteile schmieren)
  • Arbeit unter Lärm (z.B. Maschinenlärm)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Gehörschutz, Schutzmasken)
  • Gruppen-, Teamarbeit (z.B. mit den Kollegen aus den Bereichen Mechatronik und Elektrotechnik)
  • Schichtarbeit

Interessen

  • Interesse an Technik
  • Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen
  • Neigung zu Tätigkeit mit körperlichem Einsatz (z.B. schwere Werkstücke transportieren)
  • Neigung zu handwerklicher Tätigkeit

Ausbildung

Lernorte - Duale Ausbildung

Während einer dualen Berufsausbildung werden Industriemechaniker/innen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.

Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in industriellen Produktionsbetrieben oder Fertigungs- und Instandsetzungswerkstätten. Meist sind sie in Fertigungs- und Werkhallen tätig.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Industriemechaniker/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Ein Zehntel der Ausbildungsanfänger/innen hatte eine Berufsfachschule absolviert.

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ).