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Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung ist die größte technische Behörde in Deutschland und für die Ausstattung der Streitkräfte mit moderner Technik und modernem Gerät zuständig.
Als größte technische Verwaltungsbehörden bieten das BWB und das IT-AmtBw aus ihrer Aufgabe heraus attraktive und vielseitige technische und nichttechnische Berufsmöglichkeiten und -perspektiven von der Berufsausbildung bis zur akademischen Verwendung. mehr...

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Aufgaben und Tätigkeiten

Informatikkaufmann/-frau

Sie analysieren die Problem- und Aufgabenstellungen, die innerhalb eines Unternehmens durch den Einsatz von informations- und telekommunikationstechnischen Systemen (IT-Systemen) gelöst werden sollen. Hierfür ermitteln Informatikkaufleute den Bedarf an IT-Systemen, beschaffen die benötigte Hard- und Software und sorgen für deren Einführung im Unternehmen. Hierbei berücksichtigen sie Aspekte wie Personalplanung und Wirtschaftlichkeit und wirken ggf. auch an der Ausarbeitung von Verträgen mit. Sie beraten und unterstützen die einzelnen Fachabteilungen beim Einsatz von Anwendungssystemen und sind Ansprechpartner gegenüber Herstellern und Anbietern von Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik. Gibt es keine geeigneten Standardanwendungen auf dem Markt, beteiligen sie sich an Entwurf und Realisation individueller Lösungen. Anwendungssysteme implementieren, prüfen und verwalten sie. Zudem stellen sie die Nutzerfreundlichkeit sicher und beschaffen oder erstellen z.B. Schulungsunterlagen für die Anwender.

Arbeitsbedingungen

Informatikkaufleute sind überwiegend in Büros tätig. Als Dienstleister/innen für Kunden oder andere Betriebsabteilungen klären sie zunächst in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungen die Anforderungen an die EDV ab. Mit IT-Fachkräften besprechen sie mögliche Lösungen und präsentieren sie der zuständigen Fachabteilung. Weiterhin beschaffen sie bei externen Anbietern die geforderte Hard- und Software und sorgen für die Installation im Unternehmen.

Den Großteil ihrer Arbeitszeit verbringen Informatikkaufleute vor dem Computer. Auch wenn die Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet sind, kann dauerhafte Bildschirmarbeit anstrengend für die Augen sein oder zu Verspannungen führen. Deshalb halten sie die vorgeschriebenen Bildschirmpausen ein.

Informatikkaufleute haben viel Kontakt zu Kunden, z.B. wenn sie Anwender/innen in der Bedienung neuer Programme schulen. Auch über Telefon oder E-Mail halten sie mit Kollegen und Kunden Verbindung und stehen für Fragen der Anwender zur Verfügung. Das gewährt ihnen einen Einblick in viele Bereiche des Unternehmens. Im Umgang mit den Nutzern sind Informatikkaufleute geduldig und drücken sich in ihren Erläuterungen klar und präzise aus. Ihre ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit kommt ihnen dabei zugute. Zum Beratungserfolg tragen gute Umgangsformen und ein gepflegtes Äußeres bei. Ihre Fremdsprachenkenntnisse setzen sie ein, wenn sie ausländische Kunden betreuen bzw. auf Englisch verfasste Unterlagen verwenden.

Informatikkaufleute stehen besonders dann unter Zeitdruck, wenn technische Probleme auftreten. Dann müssen sie etwa in kürzester Zeit die Behebung von Programmfehlern veranlassen, um die Betriebsbereitschaft der EDV möglichst rasch wieder herzustellen. In seltenen Fällen arbeiten Informatikkaufleute auch nachts und an Wochenenden, wenn etwa in einem Rechenzentrum die Computersysteme rund um die Uhr überwacht werden müssen. Ggf. steuern und administrieren sie Computer über Fernwartung vom Home Office aus.

Informatikkaufleute arbeiten häufig projektbezogen. Oft laufen mehrere Projekte gleichzeitig für die sie die Personen, Prozesse und Kosten planen müssen. Hierbei unterstützen sie sich im Team gegenseitig.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. informations- und telekommunikationstechnische Systeme beschaffen und verwalten)
  • Bildschirmarbeit
  • Handarbeit (z.B. Hardwarekomponenten in IT-Systemen austauschen)
  • Arbeit in Büroräumen
  • häufig wechselnde Aufgaben und Arbeitssituationen (z.B. zwischen Bürotätigkeiten und telefonischer Kundenbetreuung wechseln)
  • Kundenkontakt (z.B. Anwender/innen im Umgang mit der neuen Technik schulen)

Interessen

Interesse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeiten

  • z.B. Durchführen von Marktbeobachtungen in der jeweiligen Anwenderbranche
  • z.B. Überprüfen von IT-Systemen auf Wirtschaftlichkeit
  • z.B. Erstellen von Kalkulationen bei der Projektplanung und -durchführung

Interesse an sozial-beratenden Tätigkeiten

  • z.B. zielgruppengerechtes Beraten von Kunden beim Einsatz von IT-Systemen
  • z.B. kundenorientiertes Durchführen von Anwenderschulungen für betriebliche Mitarbeiter

Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten

  • z.B. Austauschen von Hardwarekomponenten in IT-Systemen
  • z.B. Installieren und Inbetriebnehmen von IT-Systemen

Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten

  • z.B. analytisch-methodisches Vorgehen beim Abgrenzen von Hard- und Softwarefehlern von Bedienungsfehlern

Ausbildung

Lernorte - Duale Ausbildung

Informatikkaufleute werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Fachabteilungen für Informations- und Kommunikationstechnologie unterschiedlicher Branchen. Sie arbeiten vor allem in Büroräumen. Bei größeren Betrieben werden in eigenen Ausbildungszentren die Ausbildungsinhalte durch praxisorientierte Seminare, Bearbeitung von Fallstudien und Durchführung von softwaregestützten Planspielen ergänzt und vertieft.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Informatikkaufleute mit Hochschulreife ein.