Partner stellen sich vor
Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt Lilienthal-Oberth e.V. ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen Bürgern, die sich beruflich oder privat mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Dach und ein fachübergreifendes Aktions- und Informationsforum bietet. mehr...
Aufgaben und Tätigkeiten
Leichtflugzeugbauer/in
Sie stellen Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtfluggeräte und kleinere Motorflugzeuge vor allem für die Sportfliegerei her. Als Baustoffe verwenden Leichtflugzeugbauer/innen hauptsächlich Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall und gelegentlich auch Holz. Aus diesen unterschiedlichen Materialien fertigen sie mithilfe von Schablonen, Vorrichtungen, Formen sowie Urmodellen Bauteile wie Sandwichschalen, Rippen, Spanten, Ruder und Verkleidungen. Diese Teile fügen sie bei der Endmontage mit bereits vorgefertigten Ausrüstungsteilen wie Fahrwerk, Steuereinrichtungen, Kanzel und Triebwerk zusammen. Leichtflugzeugbauer/innen warten und reparieren Leichtflugzeuge auch. Dabei kontrollieren sie alle Bordsysteme und beseitigen Defekte.
Arbeitsbedingungen
Leichtflugzeugbauer/innen sind meist in Werk- oder Produktionshallen tätig. Bei Testläufen sind sie auf dem Flugplatz, auch Wartungsarbeiten finden oft unter freiem Himmel statt. Sie arbeiten im Team - beim Einbau des Fahrwerks oder der Montage von Tragflächen und Propellerflügeln ist es notwendig, dass mehrere Personen kooperieren. Die Abstimmung und Zusammenarbeit mit Kollegen/Kolleginnen und Vorgesetzten spielt eine wichtige Rolle.
Häufig ist ihre Tätigkeit körperlich anstrengend. Luftflugzeugbauer/innen arbeiten meist im Gehen und Stehen, zeitweise auch im Bücken, Knien oder Hocken. Auch Maschinenlärm kann belastend wirken. Zum persönlichen Schutz tragen Luftflugzeugbauer/innen bei einigen Arbeiten ggf. Gehörschutz, Atemschutz sowie Handschuhe und Schutzbrille. Verantwortungsgefühl ist notwendig, wenn es um die Funktions- und Endkontrolle der Fluggeräte geht. Damit ein störungsfreier und sicherer Flug garantiert werden kann, dürfen dem geschulten Auge keine Mängel entgehen.
Arbeitsbedingungen im Einzelnen
- Arbeit im Gehen und Stehen
- Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (handgeführte oder stationäre Maschinen und Geräten)
- Arbeit unter Zwangshaltungen (z.B. im Bücken, Knien, Hocken)
- Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
- Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. gesundheitsgefährdende Dämpfe von Lacken und Imprägniermitteln)
- Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Handschuhe, Schutzbrille, Atemschutz)
- Gruppen-, Teamarbeit (z.B. abstimmen und zusammenarbeiten mit Kollegen und Vorgesetzten)
Interessen
- Interesse an Technik
- Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (mit handgeführten oder stationären Maschinen und Geräten arbeiten)
- Vorliebe für Umgang mit unterschiedlichen Werkstoffen (Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetalle, gelegentlich Holz)
- Neigung zu handwerklicher Tätigkeit
- Neigung zu praktisch-zupackender Tätigkeit
Ausbildung
Lernorte
Leichtflugzeugbauer/innen werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.
Die Ausbildung findet in Industriebetrieben des Segel- oder Leichtflugzeugbaus statt. Dort arbeiten die angehenden Leichtflugzeugbauer/innen in Werkstätten und Produktionshallen. Wartungsarbeiten führen sie gelegentlich auch im Freien aus. Testflüge finden auf Flugplätzen statt, wo sie gelegentlich auch an Bord der Flugzeuge die Flugeigenschaften analysieren.
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen überwiegend angehende Leichtflugzeugbauer/innen mit Hochschulreife ein.











