Partner stellen sich vor
Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und mit ihren zivilen und militärischen Mitarbeitern deutschlandweit in vielen Gemeinden zu Hause. Ganz gleich ob mit Realschulabschluß oder Abitur: die Bundeswehr bietet eine Vielzahl von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Seit 2001 stehen alle militärischen Laufbahnen in den Streitkräften Frauen und Männern gleichermaßen offen. mehr...
Ausbildungsmöglichkeiten
Folgende skyfuture Partner bieten diese Ausbildung an:
Aufgaben und Tätigkeiten
Verfahrensmechaniker/in - Kunststoff- und Kautschuktechnik
Sie planen die Fertigung von Kunststoff- und Kautschukprodukten, richten die jeweils entsprechenden Produktionsmaschinen und -anlagen ein und bereiten die Rohmassen bzw. Rohstoffe oder Halbzeuge auf. Granulat oder flüssige Massen füllen sie in die Einfüllvorrichtungen, Halbzeuge legen bzw. spannen sie in die entsprechenden Werkzeuge ein. Schließlich fahren Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik die Anlagen an, überwachen die Bearbeitungsgänge und regulieren ggf. nach. Als Fachleute für polymere Werkstoffe kennen sie deren spezifische Eigenschaften: Für jedes Produkt - vom Form-, Bau- oder Mehrschichtkautschukteil über das Halbzeug bis hin zu Faserverbundwerkstoffen und Kunststofffenstern - wenden sie das geeignete Be- bzw. Verarbeitungsverfahren an. Sie kontrollieren die Qualität der fertigen Produkte, reinigen und warten die Produktionseinrichtungen und halten sie instand.
Arbeitsbedingungen
Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik sind überwiegend in Werk- und Produktionshallen tätig. Nach den Vorgaben von Vorgesetzten und den einschlägigen Maschinenhandbüchern richten Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik eigenständig Maschinen ein und bedienen diese. Meistens arbeiten sie allein, denn aufgrund des hohen Automatisierungsgrades genügt in der Regel eine Fachkraft, um eine Anlage zu fahren. Meist erledigen sie die Steuerung der Maschinen im Stehen. Bei Wartungs-, Reparatur- oder Einstellarbeiten müssen sie jedoch ggf. nach vorne gebeugt, über Kopf, mit ausgestreckten Armen oder in der Hocke arbeiten.
Kunststofferzeugnisse werden unter hohem Druck und teilweise hohen Temperaturen produziert. An den Maschinen ist deshalb stets besondere Umsicht nötig. Um sich nicht zu verletzen, tragen Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik ggf. Schutzkleidung. Auch Gehörschutz ist oft erforderlich, denn das Fräsen, Bohren und Drehen von Halbzeugen oder die Pneumatiksteuerungen verursachen Lärm. Für Spritzguss-, Press-, Extrusionsverfahren, das Herstellen von Faserverbundwerkstoffen oder das Kalandrieren schmelzen Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik Kunststoffe oder machen sie durch Erhitzen formbar. In den Produktionshallen herrschen deshalb z.T. hohe Temperaturen. Trotz moderner Absauganlagen sind Kunststoffgerüche und -ausdünstungen nicht zu vermeiden. Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik wechseln häufig zwischen den warmen Produktionshallen und z.B. Lagerräumen oder Räumen mit Abkühlanlagen, was als körperlich belastend empfunden werden kann. Bei allen Tätigkeiten beachten Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik stets die Arbeitsschutzvorschriften.
In vielen Kunststoffbetrieben wird im Mehrschichtbetrieb gearbeitet, da die Produktionsanlagen rund um die Uhr laufen. Zeitdruck entsteht, wenn z.B. in sehr kurzer Zeit die Umrüstung von einem Auftrag auf den nächsten bewerkstelligt werden muss. Mehrarbeit kann in solchen Situationen notwendig sein.
Arbeitsbedingungen im Einzelnen
- Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. Kunststoffe für die Umformung schmelzen oder zumindest erhitzen)
- Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. Qualitätsprüfung der Erzeugnisse im Labor)
- Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. CNC-gesteuerte Verarbeitungsmaschinen wie Extruderanlagen, Spritzgießmaschinen oder Kalander bedienen)
- Arbeit unter Geruchseinfluss (z.B. Kunststoffgerüche und -ausdünstungen)
- Arbeit unter Lärm (z.B. Lärm durch laufende Maschinen)
- Arbeit unter Zwangshaltungen (z.B. beim Einstellen der Maschinen an schlecht zugänglichen Stellen gebückt arbeiten)
- Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Gehörschutz und Schutzanzug)
- Schichtarbeit
Interessen
- Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (Maschinen und Anlagen einrichten, ggf. umrüsten, bedienen und überwachen; Funktionsstörungen erkennen und beheben)
- Neigung zu planender und organisierender Tätigkeit (Arbeitsabläufe wie z.B. Spritzgießen und Extrudieren nach Fertigungsunterlagen planen und steuern)
- Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (die Qualität der Erzeugnisse in allen Stadien des Fertigungsprozesses kontrollieren und dokumentieren)
- Neigung zu praktisch-zupackender Tätigkeit (z.B. Bauteile wie Rohre und Platten beim Kunden montieren)
Ausbildung
Lernorte - Duale Ausbildung
Während einer dualen Berufsausbildung werden Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.
Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Betrieben der Kunststofferzeugung bzw. der Kunststoffbe- und -verarbeitung. Dort sind sie vor allem in Werk- und Produktionshallen tätig. Während der praktischen Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden die verschiedenen Bereiche der Fertigung, wobei sie sich im dritten Jahr auf den gewählten Schwerpunkt spezialisieren.
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung - Duale Ausbildung
Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.
Die Betriebe stellen überwiegend angehende Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Ein Achtel der Ausbildungsanfänger/innen hatte eine Berufsfachschule absolviert.
Eine Starthilfe zum Ausbildungszugang bietet die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ).












