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Die Bundeswehr

Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und mit ihren zivilen und militärischen Mitarbeitern deutschlandweit in vielen Gemeinden zu Hause. Ganz gleich ob mit Realschulabschluß oder Abitur: die Bundeswehr bietet eine Vielzahl von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Seit 2001 stehen alle militärischen Laufbahnen in den Streitkräften Frauen und Männern gleichermaßen offen. mehr...

Ausbildungsmöglichkeiten

Folgende skyfuture Partner bieten diese Ausbildung an:

Aufgaben und Tätigkeiten

Werkstoffprüfer/in

Werkstoffprüfer und -prüferinnen entnehmen Proben zur Qualitätskontrolle, zum Teil auch schon während des Produktionsprozesses, und bereiten sie für die Analyse vor. Sie untersuchen verschiedenste Materialien und Produkte auf ihre Eigenschaften, auf Zusammensetzung und Fehler. Die Ergebnisse dokumentieren sie. Im Schwerpunkt Halbleitertechnik führen sie Prüfungen, Zwischen- und Endkontrollen von Halbleiterwerkstoffen und -bauteilen durch; im Schwerpunkt Metalltechnik bereiten sie physikalisch-technische Untersuchungen und Versuchsreihen vor, führen sie durch und werten sie aus. Mit zerstörenden und zerstörungsfreien Prüfverfahren prüfen sie unterschiedliche Materialeigenschaften wie Härte, Festigkeit oder Verformbarkeit. Im Schwerpunkt Wärmebehandlungstechnik wiederum messen und prüfen sie Veränderungen von Werkstoffeigenschaften wie Härte, Festigkeit oder Zähigkeit nach Wärmebehandlungsverfahren.

Arbeitsbedingungen

Werkstoffprüfer/innen arbeiten überwiegend in klimatisierten Laboratorien der Metall- und Elektroindustrie. Im Schwerpunkt Wärmebehandlungstechnik bedienen sie auch Wärmebehandlungsanlagen in heißen Werkhallen. Ihre Tätigkeiten führen sie meist allein und eigenständig nach Anweisungen von Vorgesetzten aus. Größere Untersuchungsaufträge bewältigen sie ggf. zusammen mit Berufskollegen.

Teils im Stehen, teils im Sitzen bedienen sie verschiedene Laborgeräte wie Rasterelektronenmikroskope, Röntgenapparate oder Einrichtungen zur zerstörenden Werkstoffprüfung. Dabei müssen sie sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten. Denn Werkstoffprüfung ist eine Maßnahme der Qualitätssicherung. Werkstoffprüfer/innen brauchen handwerkliches Geschick und müssen die Grundlagen der Metallbearbeitung beherrschen. Bei Bedarf bereiten sie das Untersuchungsstück vor, stanzen Teile aus, schleifen oder polieren es. Der dadurch entstehende Maschinenlärm kann belasten. Im Schwerpunkt Wärmebehandlungstechnik bleibt es nicht aus, dass Werkstoffprüfer/innen bisweilen auch schwerere Werkstücke heben oder es an den Ofenanlagen mitunter recht heiß werden kann. Bei den Prüfverfahren kommen Chemikalien zum Einsatz. Um sich vor den Gasen und ätzenden Chemikalien zu schützen, tragen sie Schutzbrillen, Handschuhe und Arbeitskittel. Vor Röntgenstrahlen schützen sie sich mit spezieller Röntgenschutzkleidung, und wenn sie im Schwerpunkt Halbleitertechnik Bauteile prüfen, tragen sie z.T. Reinraumkleidung.

Werkstoffprüfer/innen aller Schwerpunkte müssen mit Schichtarbeit rechnen - insbesondere dann, wenn Erzeugnisse unmittelbar nach deren Herstellung geprüft werden müssen und die Produktion selbst, wie in vielen Metallbetrieben üblich, im Schichtbetrieb organisiert ist.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Rasterelektronenmikroskope und Röntgenapparate)
  • Bildschirmarbeit (z.B. Messergebnisse sorgfältig protokollieren und dokumentieren)
  • Arbeit im Labor (z.B. Werkstoffe in den jeweiligen Schwerpunkten Halbleitertechnik, Metalltechnik und Wärmebehandlungstechnik untersuchen, im Büro Versuchsprotokolle erstellen)
  • Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (z.B. Ergebnisse analysieren und dokumentieren im Labor)
  • Arbeit unter Geruchseinfluss
  • Umgang mit Chemikalien
  • Umgang mit Strahlung
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzbrille, Handschuhe, Röntgenschutzkleidung)

Interessen

  • Neigung zu analysierendem Denken (insbesondere metallische Werkstoffe auf Schäden untersuchen; fehlerhafte Produkte analysieren und Maßnahmen zur Fehlerbehebung entwickeln)
  • Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (verschiedene Metalle und Kunststoffe auf ihre mechanischen, technologischen und physikalischen Eigenschaften prüfen)
  • Neigung zu systematischem Denken und planvollem Vorgehen (z.B. Proben nach jeweiligen Prüfvorgaben, Normtabellen und Gütevorschriften entnehmen; Prüfergebnisse dokumentieren und Ergebnisplausibilität beurteilen)
  • Neigung zu Präzisionsarbeit
  • Neigung zum Umgang mit Daten und Zahlen
  • Neigung zum Umgang mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen

Ausbildung

Lernorte

Werkstoffprüfer/innen werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet.

Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Betrieben der Metall verarbeitenden Industrie (Forschungs- und Entwicklungsabteilungen) und Betrieben der Halbleitertechnik. Meist sind sie in Werkstoffprüflabors, Werkstätten, Werkhallen und Büroräumen tätig.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend angehende Werkstoffprüfer/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss ein. Ein Zehntel der Ausbildungsanfänger/innen hatte eine Berufsfachschule absolviert.