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Die Bundeswehr als Arbeitgeber

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Offizier im Fliegerischen Dienst

Offizier im Fliegerischen Dienst
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Fliegerischer Dienst

Der Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen

Wer sich für den Fliegerischen Dienst bei der Bundeswehr bewerben will, sollte wissen, dass das militärische Fliegen kein beliebiger Job ist. Wir suchen selbstbewusste, motivierte und leistungsfähige Teamplayer: die zu bewältigenden Aufgaben gehören zu den anspruchsvollsten in der Bundeswehr!

An die Offiziere im Fliegerischen Dienst werden sehr hohe Erwartungen und Anforderungen gestellt. Das Aufgabenspektrum von zivilen und militärischen Luftfahrzeugführern unterscheidet sich – bis auf das manuelle Steuern des Luftfahrzeugs – grundsätzlich voneinander. Falls erforderlich, bewegen sich militärische Luftfahrzeuge auch in geringen Höhen entlang eines Geländeprofils. Sie fliegen zudem unter gegnerischer Bedrohung unterschiedlichster Art.


Hubschrauber, Flugzeuge oder Jets


Dabei sind Sie als Offizier nicht nur als Pilotin bzw. Pilot, sondern auch als militärische Führerin bzw. als militärischer Führer gefordert. Auf einem hohen Leistungsniveau und mit einem erheblichen Maß an Eigenverantwortung erfüllen Sie Führungs- und Fachaufgaben.

Die Pilotenausbildung bei der Bundeswehr ist eine teure Einzelausbildung. Deshalb ist das Auswahlverfahren besonders gründlich und anspruchsvoll. Neben einer guten Allgemeinbildung sind vor allem sehr gute englische Sprachkenntnisse Voraussetzung. Die körperlichen Belastungen in einem Flugzeug sind enorm. Nur Soldaten mit einer überdurchschnittlichen sportlichen Leistungsfähigkeit werden für die Pilotenausbildung zugelassen. Neben den eigenen Qualifikationen erhalten die angehenden Piloten eine hoch qualifizierte allgemeinmilitärische und fliegerische Ausbildung, die sich je nach Art des Fluggerätes unterscheidet.

Der Traum vom Fliegen steht Frauen und Männern gleichermaßen offen.

Für weitere Informationen suchen Sie sich Ihren Karriereberater über die  Ansprechpartnersuche der Bundeswehr oder Sie wählen die bundesweit kostenfreie Karriere-Hotline: 0800 / 9 80 08 80 und werden direkt mit einem Karriereberater verbunden.

Ausbildung der Flugzeugpiloten

Ausbildung der Flugzeugpiloten

Die Mindestverpflichtungszeit beträgt in der Regel für alle Bewerberinnen und Bewerber, ab dem Einstellungsdatum 01.07.2010, 16 Jahre. Die Dienstzeit wird nicht sofort auf die volle Verpflichtungszeit, sondern jeweils nach bestandenen Ausbildungsabschnitten stufenweise festgesetzt. In der Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes erfolgt zunächst die militärische Ausbildung zum Offizier des Heeres, der Luftwaffe bzw. der Marine. Im Anschluss daran nimmt man im Ausbildungsgang mit Studium vor Beginn der fliegerischen Ausbildung ein Studium an einer Universität der Bundeswehr auf.

Anwärter für die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes werden zunächst in der Laufbahngruppe der Unteroffiziere ausgebildet und können dann auf Grundlage des Bedarfs frühestens im zweiten Dienstjahr als Offizieranwärterin oder Offizieranwärter für die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes zugelassen werden.

Da die Durchführung des Flugbetriebs und die fliegerische Ausbildung zum Teil in englischer Sprache erfolgen, ist eine umfangreiche Sprachschulung erforderlich. Für Hubschrauberführeroffiziere des Heeres findet die Sprachausbildung im Rahmen der Offizierausbildung (für Truppenoffiziere) und für Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes vor der fliegerischen Ausbildung an der Heeresfliegerwaffenschule statt.

Nach militärischer Ausbildung, Studium und Sprachausbildung wird die fliegerische Vorausbildung absolviert. Für Anwärter zum Kampfflugzeugpiloten sowie zum Waffensystemoffizier besteht die fliegerische Vorausbildung aus zwei Teilen. Der Teil I (US-Qualification- Course) umfasst eine 14-wöchige Ausbildung in Fliegerenglisch, Fachtheorie, Überlebenstraining sowie weitere medizinische Untersuchungen und die flugphysiologische Ausbildung in der Unterdruckkammer und Humanzentrifuge. Dieser Teil findet an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck statt.

Der Teil II, die fliegerische Basisausbildung, wird in den USA durchgeführt. Je nach vorgesehener Ausbildung absolvieren die Anwärter 22 bis 33 Flugstunden auf einem modernen Propellerflugzeug. Die Dauer dieses Trainings beträgt bis zu neun Wochen. Die fliegerische Grundlagen- und Waffensystemausbildung der Kampfflugpiloten sowie der Waffensystemoffiziere findet in den USA statt. Piloten von Strahlflugzeugen absolvieren ihre 15-monatige Ausbildung gemeinsam mit Flugschülern aus anderen NATO-Staaten.

Mit Abschluss der Ausbildung erwerben die Flugschüler den Militärluftfahrzeug-Führerschein (MFS).

Transportflugzeugführer der Luftwaffe und U-Boot Jagdflugzeugführer der Marine absolvieren die fliegerische Basisausbildung zusammen mit den Strahlflugzeugpiloten. Danach beginnt die spezialisierte Ausbildung, die 19 Monate dauert. Dabei werden die theoretische Grundschulung, die Sichtflugausbildung und die abschließende Instrumentenausbildung teilweise in den USA und zu Teilen bei der Lufthansa Flight Training GmbH in Bremen durchgeführt.

Mit dem Abschluss der Ausbildung wird der Militärflugzeug-Führerschein erworben.


Die Auswahl

Die Auswahl zum Piloten wird in drei Phasen unterteilt. Die ersten beiden Phasen sind hierbei unabhängig von der Art des Fluggerätes identisch. Erst ab der dritten Phase spezialisieren sich die Soldaten.

In Phase I unterziehen sich die Bewerber einer Prüfung auf Eignung zum Dienst als Soldat. Wenn Phase I erfolgreich abgeschlossen wurde, werden die Anwärter in Phase II zur Feststellung der Wehrfliegerverwendungsfähigkeit zum Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck eingeladen. Die angehenden Piloten unterziehen sich in Fürstenfeldbruck flugmedizinischen und fliegerpsychologischen Tests. Abschließend werden die Soldaten in Phase III einer fliegerischen Lernprobe unterzogen. Diese besteht aus einem Unterrichtsteil, mehreren Übungen in einem Simulator und der Überprüfung des Gelernten.

Sind die drei Phasen erfolgreich bestanden, kann die Ausbildung beginnen.

Als Pilot bei der Bundeswehr stehen drei Spezialisierungsrichtungen zur Auswahl:

Die Heeresflieger unterstützen mit ihren Kampf-, Panzerabwehr-, Transport- und Verbindungshubschraubern alle Truppengattungen. Diese Unterstützung sieht neben Aufklärungs- und Verbindungsflügen Einsatzflüge zum Transport von Soldaten sowie von Material wie auch den Einsatz weit reichender Lenkflugkörper gegen gepanzerte Ziele im gesamten Einsatzspektrum der Bundeswehr vor. Mit dem Kampfhubschrauber TIGER und dem Transporthubschrauber NH 90 stehen neue, mit modernster Technik ausgestattete Waffensysteme zur Verfügung.

Die Luftwaffe setzt strahlgetriebene Kampfflugzeuge als Jagdbomber, Abfangjäger und Aufklärer im Elektronischen Kampf ein. Transportflugzeuge und Hubschrauber übernehmen die Aufgaben des Lufttransports. Mit der Einführung moderner Waffensysteme wie dem Transporthubschrauber NH 90, dem Eurofighter und dem Transportflugzeug Airbus 400M erhöhen sich die Möglichkeiten im Einsatz und mit ihnen die Anforderungen an die fliegenden Besatzungen weiter. Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung transportiert weltweit Personen und Material und übernimmt Flugaufträge der Bundesregierung und des Parlaments.

Die Marineflieger unterstützen mit Luftfahrzeugen die weltweit operierenden Seestreitkräfte. Es stehen Propellerflugzeuge zur Fernaufklärung, U-Boot-Ortung und U-Boot-Jagd, zum Lufttransport sowie für die Luftaufklärung von Ölverschmutzung auf See zur Verfügung. Hubschrauber werden für die Aufklärung, zur U-Boot-Ortung und U-Boot-Jagd, zum Absetzen von Spezialkräften und logistische Aufgaben genutzt.

Der Fliegerische Dienst hat sich auch bei nationalen Such- und Rettungsaktionen (SAR) über Land und über Wasser sowie bei dringender Not- und Katastrophenhilfe national und international vielfach bewährt. Der internationale Einsatz ist für die Besatzungen eine ständige und besondere Herausforderung. Die Beteiligung an nationalen und internationalen Hilfseinsätzen sowie die Einsätze im Rahmen der Krisenbewältigung gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Fliegerischen Dienstes.

Ausbildung der Hubschrauberpiloten

Ausbildung der Hubschrauberpiloten

Nach militärischer Ausbildung, ggf. Studium und Sprachlehrgang findet die fliegerische Ausbildung für Heer, Luftwaffe und Marine an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg statt. Erst nach dieser gemeinsamen Ausbildung unterscheiden sich die jeweiligen Ausbildungsgänge je nach Teilstreitkraftzugehörigkeit und dem später zu fliegenden Einsatzmuster.

Die Hubschrauberführergrundausbildung dauert ein Jahr und beinhaltet die Sicht- und die Instrumentenflugqualifikation. Sie umfasst ca. 200 Hubschrauberflugstunden. Seit 2005 wird die Ausbildung sowohl im Sicht- als auch im Instrumentenfluganteil mit einem neuen Sichtflug - Simulatorsystem, der den Schulungshubschrauber EC135 darstellt, unterstützt.

Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung führt zum Erwerb des Militärluftfahrzeug - Führerscheins.

Unmittelbar nach der Hubschrauberführergrundausbildung beginnt die Muster- und Einsatzflugausbildung, je nach späterer Verwendung auf den Transporthubschraubern UH-1D, CH-53G oder NH90, dem Verbindungshubschrauber BO-105P1M oder den bewaffneten Hubschraubersystemen, dem Panzerabwehrhubschrauber BO-105P-1A1(PAH), der noch in der Übergangsphase geflogen wird und dem Kampfhubschrauber TIGER.

Die Marine bildet darüber hinaus Personal auf den TypenSEA LYNXMK 88A und SEA KING MK 41 aus.

Hier erhalten die Piloten das Rüstzeug für ihre Einsatzaufgabe. In die Ausbildung integriert ist das Fliegen im Gebirge, der Nachtflug mit Sensorunterstützung sowie Überlebenslehrgänge an Land und auf See.