Rolls-Royce Ltd & Co KG

Rolls-Royce Group
Rolls-Royce, ein weltweit führender Anbieter von Antriebssystemen und Dienstleistungen zur Nutzung an Land, zu Wasser und in der Luft, hat sich in den globalen Märkten zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt, Schiffstechnik und Energie stark positioniert.
Basierend auf dieser Strategie verfügt das Unternehmen heute über eine breite Kundenbasis, bestehend aus über 500 Fluggesellschaften, 4.000 Betreibern von Hubschraubern, Geschäfts- und Nutzflugzeugen, 160 Streitkräften, über 2.500 Marine- und Schifffahrtskunden einschließlich 70 Seestreitkräften und Energiekunden in fast 120 Ländern. 54.000 Gasturbinen von Rolls-Royce sind weltweit im Einsatz.
Der Jahresumsatz 2010 von mehr als 10,8 Milliarden britischen Pfund stammt ungefähr zur Hälfte aus dem Servicegeschäft. Der Gesamtauftragsbestand entsprach Ende 2010 59,2 Milliarden britischen Pfund, was einen Ausblick auf die künftige Geschäftstätigkeit gibt.
Rolls-Royce beschäftigt in seinen Konstruktions- und Verwaltungsbüros, Fertigungs- und Service-Einrichtungen in mehr als 50 Ländern insgesamt über 39.000 qualifizierte Fachkräfte – darunter mehr als 11.000 Ingenieure.
2010 investierte Rolls-Royce 923 Millionen britische Pfund in Forschung und Entwicklung, zwei Drittel davon mit der Zielsetzung, die Umweltverträglichkeit seiner Produkte weiter zu erhöhen und insbesondere Geräusch- und Schadstoffemissionen zu reduzieren.
Rolls-Royce unterhält ein weltweites Netzwerk von 28 universitären Technologiezentren (UTC), die Schnittstellen zwischen den Ingenieuren des Unternehmens und den Spitzenakteuren der wissenschaftlichen Forschung darstellen.
Das Unternehmen engagiert sich stark für die Nachwuchsgewinnung und die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter.
Rolls-Royce in Deutschland
Aufbauend auf einer über neunzigjährigen Tradition geschäftlicher Beziehungen mit deutschen Unternehmen und Behörden hat Rolls-Royce seine Verbindungen mit Deutschland immer weiter ausgebaut. Die deutschen Rolls-Royce Standorte haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten innerhalb der weltweiten Rolls-Royce Gruppe als wichtige Produktionsstandorte etabliert. Das Investitionsvolumen für den Aufbau der deutschen Standorte und die Entwicklung der erfolgreichen BR700 Triebwerksfamilie beträgt ca. 1,5 Milliarden Euro.
Mit Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro in den modernen Standort Dahlewitz hat Rolls-Royce nachhaltig den Prozess der deutschen Wiedervereinigung unterstützt. Rolls-Royce fördert die Ansiedlung neuer Unternehmen in der Luftfahrtregion Berlin-Brandenburg und trägt entscheidend zu Brandenburgs Exportrate bei.
1990 gründete Rolls-Royce mit BMW ein deutsches Unternehmen, um zivile Strahltriebwerke für den weltweiten Markt zu entwickeln. Rolls-Royce Deutschland, seit 2000 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Rolls-Royce plc, ist Deutschlands einziger behördlich genehmigter Triebwerkshersteller mit Entwicklungs-, Herstellungs- und Instandhaltungsbetriebszulassung für moderne zivile und militärische Turbinentriebwerke.
An den Standorten Dahlewitz bei Berlin und Oberursel bei Frankfurt/Main beschäftigt Rolls-Royce Deutschland rund 3.000 Mitarbeiter.
Am Standort Dahlewitz befindet sich die Entwicklung und Endmontage aller BR700 Triebwerke. Die Erfolgsgeschichte der Triebwerke dieser Baureihe spiegelt sich in mehr als elf Millionen akkumulierten Betriebsstunden wider. Als Kompetenzzentrum für Zweiwellentriebwerke ist der Standort Dahlewitz außerdem für die Triebwerksbaureihen Tay, Spey, Dart und IAE V2500 verantwortlich. Insgesamt unterstützt Rolls-Royce Deutschland weltweit circa 5.000 im Dienst befindliche Triebwerke.
Die Triebwerke der BR700 Familie sind die ersten deutschen zivilen Strahltriebwerke mit internationaler Zulassung. Sie zeichnen sich durch niedrige Betriebskosten, hohe Wartungsfreundlichkeit und ihre einzigartige Umweltverträglichkeit aus. Das Rolls-Royce BR710 ist das einzige Triebwerk der Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeuge Gulfstream G500 und Gulfstream G550, des Bombardier Global Express XRS und Global 5000. Die hundertsitzige Boeing 717-200 wird von zwei Rolls-Royce BR715 Turbofans angetrieben.
Das BR725 ist das modernste Produkt aus der BR700-Triebwerksfamilie. Mit seinen fortschrittlichen Technologien und herausragenden Leistungsparametern setzt es neue Standards bei Antrieben im Top-Segment von Ultra-Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeugen. Das BR725 treibt die neue Gulfstream G650 an, die 2012 in Dienst gestellt wird.
Im Jahr 2005 verlagerte Rolls-Royce die Verantwortung für das IAE V2500-Programm, dessen Technologie-Management, Endmontage und Test nach Dahlewitz. Das V2500 ist ein Zweiwellen-Triebwerk für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge und wird im Airbus A319, A320 und A321 sowie im A319 Corporate Jet eingesetzt.
Der Standort Oberursel hat sich im Rolls-Royce Konzern als anerkannter Produktionsstandort etabliert. Mit modernster Fertigungstechnologie werden dort High-Tech-Komponenten für zahlreiche Rolls-Royce Triebwerksprogramme hergestellt. Der Standort ist zudem Instandhaltungs- und Wartungszentrum für Kleingasturbinen für zahlreiche militärische und zivile Anwendungen. Auch die RTM322-Triebwerke für die NH90-Hubschrauber der Bundeswehr werden in Oberursel instandgesetzt und betreut.
Im Rahmen des TP400-D6-Programms – der europäischen Antriebslösung für den Airbus-Militärtransporter A400M – wurde Rolls-Royce Deutschland die Zuständigkeit für technisch anspruchsvolle Module, wie zum Beispiel den Hochdruckverdichter, übertragen. Weiterhin ist Rolls-Royce Deutschland für die Systemintegration des Triebwerksprogramms verantwortlich.

Rolls-Royce legte in Thüringen einen weiteren Grundstein für sein dauerhaftes Engagement in Deutschland. Gemeinsam mit Lufthansa Technik wurde in Arnstadt das Joint Venture "N3 Engine Overhaul Services" gegründet. In diesem hochmodernen Wartungszentrum werden Rolls-Royce Triebwerke der Baureihen Trent 500, 700 und 900 für führende europäische, amerikanische und afrikanische Airlines instandgesetzt und überholt.
2008 begann Rolls-Royce in Dahlewitz mit den Bauarbeiten zu seinem neuen Mechanical Test Operations Centre (MTOC). Mit einem Investitionsvolumen von 65 Millionen Euro entstand ein für den gesamten Rolls-Royce Konzern agierendes Versuchszentrum zur Prüfung und Bewertung jeglichen mechanischen und strukturellen Verhaltens von Gasturbinenkomponenten. MTOC stellt für alle Rolls-Royce Geschäftsbereiche Testfähigkeiten für heutige und künftige Triebwerksprogramme während ihrer Entwicklungs-, Produktions- und Inbetriebphasen bereit. In dem Zentrum werden 70 hochqualifizierte Ingenieure und Techniker arbeiten. Bis zu 40 verschiedene Tests können in dem 7000 Quadratmeter großen Testzentrum durchgeführt werden, so zum Beispiel Schleudertests, Betriebsfestigkeitstests, Vibrationstests und Materialtests. Die offizielle Eröffnung des Testzentrums fand im Mai 2010 statt. Anfang 2011 wird MTOC seine volle Testkapazität erreicht haben.
Rolls-Royce Deutschland ist maßgeblich an deutschen und europäischen Technologieprogrammen zur Entwicklung noch effizienterer und umweltverträglicherer Triebwerke beteiligt und kooperiert mit zahlreichen deutschen Forschungseinrichtungen, darunter viele Universitäten und auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit der BTU Cottbus, der TU Dresden, TU Darmstadt und der Universität Karlsruhe hat Rolls-Royce seine Zusammenarbeit bereits in Form von universitären Technologiezentren (UTC) langfristig institutionalisiert. Die UTCs arbeiten auf der Basis eines langfristigen, finanziell abgesicherten Konzepts, wodurch eine kontinuierliche Forschungsarbeit gewährleistet wird.
Seit Jahrzehnten arbeitet Rolls-Royce mit führenden deutschen und internationalen Unternehmen zusammen. Beispiele für diese Zusammenarbeit sind das Hubschraubertriebwerk Model 250, das Turbo-Union RB199 Triebwerk, welches in den Tornados der deutschen Luftwaffe zum Einsatz kommt, das EJ200 Triebwerk für den Eurofighter Typhoon und das IAE V2500 Triebwerk für die Airbus A320 Familie.
In Zusammenarbeit mit deutschen Partnern liefert, produziert und betreut Rolls-Royce Triebwerke für deutsche und internationale Kunden. Derzeit sind 2.200 Rolls-Royce Triebwerke in Deutschland im Einsatz. Neben namhaften Linien- und Charter-Fluggesellschaften setzt auch die Bundeswehr Triebwerke von Rolls-Royce in Flugzeugen und Hubschraubern ein. Die Airbus A330, A340 und A380 Flugzeuge der Lufthansa werden von Rolls-Royce Trent Triebwerken angetrieben.
Auch in den Bereichen Energieerzeugung, Öl und Gas kommen Industriegasturbinen des Unternehmens in Deutschland zum Einsatz. Im Marktsegment Schiffstechnik ist Rolls-Royce ein weltweit führender Anbieter von integrierten Antriebsystemen. Rolls-Royce Marine Deutschland beschäftigt 40 Mitarbeiter in Hamburg.
Weitere Informationen im Internet:
Rolls-Royce Group: http://www.rolls-royce.com
Rolls-Royce Deutschland: http://www.rolls-royce.de












