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EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen.
Zu EADS gehört Airbus, der führende Hersteller von Zivilflugzeugen sowie militärischen Tank- und Transportflugzeugen. Zudem umfasst EADS das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter sowie EADS Astrium, die europäische Nummer 1 im Raumfahrtgeschäft mit Programmen wie Ariane und Galileo. mehr...
Sind große Wasserkraftwerke eigentlich umweltfreundlich?
Nach Jahrzehnten der Planung soll im Amazonas-Gebiet im Norden Brasiliens nun das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt, Belo Monte, gebaut werden. Die Genehmigung Anfang Februar von der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA stieß auf heftige Kritik von Umweltschützern und Sprechern von indigenen Völkern. Wie umweltfreundlich sind die gigantischen Wasserkraftwerke eigentlich?
Die Antwort auf diese Frage ist ausgesprochen schwierig. Im eng besiedelten Europa wird ein Stausee von der Größe einer Großstadt wie Hamburg schnell mit einer Katastrophe für die Umwelt gleichgesetzt. Tausende Menschen müssen umgesiedelt werden, riesige Waldflächen werden zerstört, zahlreichen Pflanzen- und Tierarten droht die Ausrottung, sehr viel klimaschädliches Methan entsteht und lokal kann das Klima dauerhaft verändert werden. Keines dieser Argumente ist falsch. Auch Staaten mit immensen verfügbaren Flächen wie Brasilien sind sich dessen bewusst. "Die Folgen für die Umwelt existieren, aber sie sind ausgewogen, genau analysiert und reduziert", sagte nun der brasilianische Umweltminister Carlos Minc.

- Überlauframpe des weltweit zweitgrößten Kraftwerks Itaipu im brasilianisch-paraguayanischen Grenzgebiet mit einer Kapazität von 14.000 Megawatt aus 20 Turbinen. Bild: Jan Oliver Löfken.
Sehr viel "sauberer" Strom
Belo Monte hat eine geplante Kapazität von 11.200 Megawatt, gewatliger wären demnach nur noch der Drei-Schluchten-Staudamm in China und das Kraftwerk Itaipu im brasilianisch-paraguayanischen Grenzgebiet. Diese Kapazität zur Stromerzeugung ist vergleichbar mit bis zu acht großen Kernkraftwerken oder 16 mittleren Kohlekraftwerken und relativiert die Gegenargumente. Das gilt besonders für Zeiten des Klimawandels, in denen alle ihren Strom am liebsten CO2-frei erzeugen wollen. Denn einmal gebaut, erzeugen die großen Wasserkraftwerke auf Jahrzehnte klimafreundlichen Strom. Und das ausgesprochen günstig, wie das Beispiel Itaipu im brasilianisch-paraguanischen Grenzgebiet mit Kosten von etwa vier Eurocent pro Kilowattstunde zeigt. "Große Wasserkraftwerke sind immer noch sehr klima- und umweltfreundlich im Vergleich zu Kohle- oder Kernkraftwerken", ist Cicero Bley, Koordinator des Brasilianischen Observatoriums für Erneuerbare Energien, überzeugt. Da sich etwa zwölf Prozent der weltweiten Süßwasserreserven in Brasiliens Flüssen sammele, müsse diese Ressource auch entsprechend genutzt werden, so der Energieexperte. Diese Denke ist in Brasilien oft anzutreffen und wird nur von einer Minderheit in Frage gestellt.
So gilt es bei wachsendem Stromhunger von Staaten wie Brasilien oder China, die Folgen eines großen Wasserkraftwerks einzudämmen. Auch das Unternehmen, das die nun folgende Ausschreibung des Belo-Monte-Projekts gewinnt und den Staudamm baut, wird verpflichtet, 1.500 Millionen Real – etwa 500 Millionen Euro – in Umweltprojekte rund um das Kraftwerk am Rio Xingu zu investieren.
Quelle: DLR Energie-Blog

- Fallrohre des Kraftwerks Itaipu im brasilianisch-paraguayanischen Grenzgebiet. Bild: Jan Oliver Löfken










